1. St. Martinslauf in Paderborn – Ein 10 km Lichtlauf

1. St. Martinslauf in Paderborn – 10 km in 5 Runden

Nach dem Röntgenlauf Ende Oktober, wo ich eine große innere Zufriedenheit verspürte, war ich zwei Wochen später, am Freitag, den 11. November 2017 in Paderborn zum 1. St. Martinslauf angemeldet. Die Idee des Laufes erschien mir schön: Eine 2 km Runde, die im Dunkeln gelaufen wird und auf unterschiedlichster Weise illuminiert wird. Sprich: Es ist ein Lichtlauf.
Zu meiner Überraschung, denn es war ja der Erste, war der Lauf über beide angebotenen Distanzen vollständig ausverkauft. Angeboten wurden 3 Runden (6 km) und 5 Runden (10 km). Insgesamt gab es 850 Starter_innen, wobei die meisten die 10 km Runde liefen.
Der Veranstalter war der gleiche, wie beim Paderborner Osterlauf.
Ich werde die erste Runde ausführlich berichten und die letzten vier Runden nur grob.

Anreise
Dieser Lauf fiel erneut in die Kategorie: Ich habe mehrere Leute gefragt, ob sie mit möchten, einige sagten ja, doch am Ende kam keiner mit. Die Anreise nach Paderborn selbst war entspannt.
Ebenso entspannt war die Abholung der Startnummer. Sie war direkt neben dem Start-/Zielbereich, der wiederum auf dem Domplatz in Paderborn war. Da es bitter kalt war, entschloss ich mich in einer nahe liegenden Arcade zu warten. Ich hatte noch gute 45 min bis zum Start und bei 0 Grad Außentemperatur, war ich um jede warme Minute froh. Auf dem Weg zum Start/-Zielbereich sah ich erste bunte Beleuchtungen. Es war sehr schön und ich war gespannt, wie es werden sollte.

Start
Auf dem Weg zum Start, gab ich meinen Kleiderbeutel ab. Kurz noch zu den reichlich aufgestellten Dixies und dann zur Startlinie. Mein Eindruck bis hierhin: Alles war top organisiert und ich konnte mich über rein gar nichts beklagen.

Gestartet wurde in drei kleinen Blöcken und leicht zeitversetzt. Jeder sollte sich selbst einsortieren, entsprechend seiner Selbsteinschätzung über die läuferische Stärke. Der erste Block ging bis zu einer Zielzeit von 42 Minuten und so stellte ich mich dort rein. Ich hatte keine Ambitionen, doch die Zeit sollte ich laufen können. Ich packte meine Kamera aus und wollte die erste Runde filmen.
Und dann ging es los!

Die erste Runde (ausführlich)
Ich lief los, direkt in eine rechts Kurve an Geschäften vorbei, wieder rechts auf einer Straße, gefolgt von einer kleinen Gasse. Ich kam bei einer Ansammlung von Cafés heraus und vor alten, wahrscheinlich katholischen Gebäuden heraus. Die Stimmung an der Strecke war je nach Hotspot sehr gut. Es kurzes Warnschild, dass nun Treppen kommen. Nach diesen Treppen ging es durch einen Innenhof und erneut Treppen runter. Bis hier hin war es schon eine sehr abwechslungsreiche Runde, doch wir hatten nicht einmal einen Kilometer vollenden.

Der nächste Abschnitt war ein kleiner Park. Dort waren große Teelichter/Kerzen aufgestellt, die nur schwach leuchteten aber es war trotzdem ein sehr schöner Anblick. Eine andere Stelle im Park war ein Lichtspiel, wo nur der Boden abwechselnd blau und orange beleuchtet war. War dieses Lichtspiel erlebt, hieß es kurz durchatmen, sich auf den Pflasterstein konzentrieren bis zum nächsten Event, welches auch sehr schnell kam.

Eine Bahn aus dutzenden Diskokugeln und -beleuchtung war aufgebaut und alle Läufer_innen durften da direkt durchlaufen. In meiner Erinnerung war dieses Event sicher gute 50 m lang. Vielleicht auch 70 m. Großartig!. Es war mein persönliches Highlight der Runde. Danach war das Publikum sehr motiviert, rief fast jedem zu, motivierte immer wieder.

Wieder bog ich in eine Gasse ein, die sehr schmal war. Hier war es schlecht zu überholen, denn es gab einfach kaum Platz. Das musste ich mir für die nächsten Runden merken. Nach der Gasse ging es Links einen doch knackigen, kurzen Anstieg hoch. Die Belohnung des Anstieges war die Beendigung der Runde und damit die das Wissen, die ersten zwei Kilometer absolviert zu haben.

Runde zwei bis fünf
Ich packte nach der ersten Runde meine Kamera weg. Nun wollte ich die Atmosphäre auf mich wirken lassen und mehr auf das drum herum achten. Die Runde änderte sich ja nicht mehr, jedoch die Menschen, die einen begegneten. Ich sah Väter und Mütter, die mit ihren Kindern liefen oder gingen. Sie hatten Startnummern, und trugen Laternen vor sich her. Das sah sehr süß aus. Ich freute mich darüber, dass dies wirklich kein Wettkampf war, sondern mehr ein Event. Ein Lob muss ich auch aussprechen. Wenn ich mal jemanden überholte, so reichte ein „Achtung bitte. Ich überhole von links“ und die alle haben mir oft, sofern möglich, etwas Platz gemacht oder ließen mich ohne Probleme vorbei. Es gab schon Veranstaltungen, wo dies anders war. Doch hier in Paderborn machte ich durchweg positive Erfahrungen.
In runde vier wurde ich vom ersten Läufer der 10 km überrundet. In dieser Runde realisierte ich auch erst, dass ich wirklich gut unterwegs war und entschied die letzten zwei Runden ein höheres Tempo anzugehen.

Ziel
Am Ende überquerte ich als 36. Gesamt die Ziellinie (von 486) in 41:00 min. Die Strecke offenbarte, dass sie laut meiner Uhr nur 9,5 km lang war. Auch die Topläufern liefen kaum schnellere Zeiten, als auf einer flachen 10 km Runde. Der Anstieg, die Treppen, die engen Gassen ermöglichen keine Topzeiten.

Ich erhielt einen Stutenkerl als Belohnung und holte meine Tasche ab. Die Zielverpflegung war sehr gut und es gab auch hier für mich nichts zu kritisieren. Ein tolles Event, welches sich auf jeden Fall für mich gelohnt hat. Ich werde wieder kommen. Als Eventlauf mit toller Stimmung und Organisation ist dieser Lauf absolut zu empfehlen. Ich merkte der Organisation ihre Erfahrung mit dem Paderborner Osterlauf an. Daumen hoch.

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