Zehn Marathons und mein Resümee eines Lebenswandels: “I crossed the finish line and it changed my life forever”

Ich habe es vollbracht und die zweite magische Grenze an Marathonläufen beendet: 10 Stück, 421,95 km Marathon-Wettkämpfe liegen nun hinter mir. Für mich ist die erste magische Grenze der erste Marathon an sich. Ich möchte mit diesem Blogeintrag euch erzählen, wieso ich überhaupt laufe, wie es mein Leben veränderte und warum mir dieser Sport, bzw. dieses Hobby so unglaublich viel bedeutet. Ich möchte damit niemanden überzeugen selbst zu laufen, aber ich möchte zeigen, was dieser Sport mit einem anstellen kann, am Beispiel meiner Person, in meiner subjektiven Wahrnehmung. Der Untertitel „When you cross the finish line, it will change your life forever“ von dem Film „Spirit of the Marathon“ trifft auf mein Leben zu. Nicht ohne Grund ziert er auf Facebook meine Titelseite. Die Geschichte, wie ich zum Läufer wurde, beginnt Weihnachten 2007.

24. Dezember 2007, Heiligabend
Wie viele Langläufer, gab es auch bei mir den Moment der alles veränderte. Ich gehöre zu den Läufern, die aus medizinischen Gründen zum Laufen kamen. Zum wiederholten Mal hatte ich Beschwerden, die für mich persönlich so schlimm waren, dass ich freiwillig an Heiligabend in die Notaufnahme des Krankenhauses ging. Das war so ca. 20 Uhr, sprich wenn andere ihre Geschenke auspacken. Es sollte über drei Stunden dauern, bis ich wieder zu Hause war. Mit der Erkenntnis, dass wirklich etwas nicht in Ordnung sei und mit einem Termin zur Endoskopie für den 27. Dezember 2007. Als der Tag nach Weihnachten kam, und ich die Untersuchung abgeschlossen hatte, erklärte man mir, dass ich Glück gehabt hätte. Ich kam so früh, dass alles noch in Ordnung sei und die Ärzte schon alles korrigieren konnten. Jedoch sagte der Arzt beim Gespräch danach folgendes: „Wie alt sind sie?“ Ich: „Ich bin 24. In zwei Wochen werde ich 25.“ Arzt: „Ich verschreibe Ihnen nun, dass sie dreimal die Woche spazieren gehen. Mindestens eine halbe Stunde. Wissen Sie, Sie haben ein ganz anderes Problem. Sie haben jetzt schon erste Bewegungsmangelerscheinungen. In Folge sind auch ihre Beschwerden entstanden. Ändern sie das, dringend. Ansonsten sind Sie mit 30 Jahren schon fertig.“ Ihr habt keine Vorstellung, was in diesem Moment in mir vorging. Ich wog zu diesem Zeitpunkt bei 189 cm, 92 kg. Also ich finde das normal, ich hatte mir nie sorgen darum gemacht, dass ich so früh schon solche Probleme hatte. Ich nahm mir an diesem Tag vor, nicht dreimal die Woche spazieren zu gehen, sondern dreimal die Woche eine halbe Stunde zu joggen. Spazieren zu gehen fand ich nämlich nicht so spannend und motivierend.

01. Januar 2008, Neujahr
Ich packte meinen grauen Tschibo Trainingsanzug aus, zog sehr alte Laufschuhe an und joggte los. Ich wollte gucken, wie lange ich es schaffen würde und nahm mir auch erst einmal nur eine kleine Runde vor. Nach ziemlich genau 12 Minuten war ich fix und fertig, hechelte schwer und dachte mir, dass es noch lange hin sein würde bis zur halben Stunde. Ich schaffte ja nicht einmal die Hälfte. Das hatte mich damals sehr deprimiert und auch niedergeschlagen. Ich fragte mich, was ich tun könnte, um mich selbst zu motivieren. Und dann…
Ich tat etwas, was ich immer in diesen Momenten tat. Ich suchte mir ein Ziel aus, welches unerreichbar erschien. In diesem Moment beschloss ich für mein Leben: Ich laufe einen Marathon! Egal wie lange es dauern würde, egal wie viel Kraft es kosten sollte. Ich werde Marathonläufer. Das klingt ein wenig verrückt, aber es ist die Wahrheit. Es gibt Zeugen! Dieses Ziel sollte mich über Jahre motivieren, immer Sport zu treiben. Zumindest dachte ich mir das. Allerdings hatte dieser Plan einen Fehler, den ich so nicht vorhersehen konnte. Doch dazu später mehr.
Um mir auch selbst etwas Druck zu machen, erzählte ich es sofort jedem. Ich wurde von vielen am Anfang belächelt, und ob ich mir da nicht zu viel vorgenommen hätte. Vielleicht hatten die Leute Recht, aber ich war dickköpfig und wollte es vor allem mir beweisen.
Ich setze mir auch gleich ein erstes Zwischenziel: 10 km alleine Laufen, damit ich wieder in meinen alten Leichtathletik Verein, den TV Löhne-Bahnhof e.V. , eintreten konnte und zumindest eine Grundbasis hatte.
Und so lief ich in meiner Anfangszeit auch nicht alleine, sondern mit meiner größten Supporterin und Fan, bis heute, zusammen. Inger! Ihr verdanke ich sehr viel, vor allem in meiner Anfangszeit. Noch heute denkt sie an die großen Wettkämpfe, fragt nach und feuert mich an. Wir joggten anfänglich Strecken bis 3, bzw. 4 km zusammen.

März 2008
Nachdem ich dann endlich 4, bzw. 5 km joggen konnte, trat ein erster Rückschlag ein. Ich bekam tierische Knieschmerzen und dachte schon, dass mein Plan gescheitert sei. Zum Glück ließ sich das schnell lösen. Mein Orthopäde sagte: Einlagen und das wird. Und es wurde! 🙂 Und so baute ich mich nach besten Gewissen weiter langsam auf. Stetig hängte ich einen km dran und langsam schaffte ich es an die 10 km ran zu pirschen. Es war immer noch alles sehr anstrengend und es kostete mich immer häufiger eine große Überwindung zu laufen. In meiner Anfangszeit war das Laufen leidige Pflicht, die mir überhaupt keinen Spaß gemacht hatte. Mittlerweile joggte ich auch alleine, da Inger nicht mit dieser Konsequenz mittrainiert hatte und daher schon bald die Distanzen für sie zu lang waren. Aber ich trainierte drei Mal die Woche, auch wenn das sehr anstrengend war.

Juni 2008
Endlich konnte ich 10 km joggen. Mein erstes Zwischenziel war erreicht und ich ging zum TV Löhne Bahnhof e.V.. Ich meldete direkt an und mein Training begann sofort. Mein Trainer, Kalle, sah mich damals leicht irritiert an, als ich meinte, ich wolle Marathon laufen, könnte bisher aber nur 10 km laufen und das sehr langsam, also im Jogging Tempo (Für mich ist Jogging Tempo ein Tempo wo man mehr als 6 Minuten 30 Sekunden für einen Kilometer benötigt). Er nahm mich trotzdem auf und gab mir Individualtrainingspläne, da ich zu diesem Zeitpunkt der einzige war, der so lange Distanzen in diesem Verein laufen wollte. Ich war zwar nun weitestgehend immer noch alleine am Trainieren, aber nun mit einem Aufbauplan. Zu diesem Zeitpunkt lief ich die 10 km in ungefähr 70 Minuten, nur zur Orientierung für Euch Läufer da draußen. Aber das Laufen fing an mir Spaß zu machen und ich freute mich nun wesentlich häufiger auf das Training. Es hatte ja auch nur ein halbes Jahr gedauert, bis ich Freude am Laufen fand.

August 2008
Vielleicht hätte ich Kalle früher sagen sollen, dass ich im September mich für einen Halbmarathon angemeldet hatte. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 14 km laufen und definitiv keine 21,0975 km. Kalle schrieb meinen Trainingsplan komplett um, und wirkte leicht verärgert, dass ich da so vorpreschte. Rückblickend frage ich mich manchmal, warum ich mich da angemeldet hatte. Es war wirklich absoluter Blödsinn und ich hätte mich definitiv erst für kürzere Strecken anmelden sollen.

20. September 2008, „Gesund im Mund“ Halbmarathon
Und das war der Tag. Mein absolut erster Volkslauf / Wettkampf überhaupt und gleich ein Halbmarathon. Es waren noch keine 9 Monate vergangen, wo ich bei 12 Minuten anfing und nun stand ich hier mit der Absicht schon einen halben Marathon zu laufen. Das war der Fehler in meinem Plan. Ich hatte nicht erwartet, dass ich mich so schnell entwicklte. Aber ich musste diesen Lauf auch erst einmal schaffen.
Bis km 15 lief der Lauf gut. Ich erinnere mich, dass ich erstaunlicherweise eine Pace von ungefähr 6 Minuten pro Km halten konnte, was unglaublich schnell für mich war. Ab km 15 wurde es dann schwer, weil ich nie über diese Distanz hinaus trainiert hatte. Tja, und es kam, wie es kommen musste. Bei km 20, bekam ich einen Zusammenbruch. Ich konnte nicht mehr und war völlig erschöpft. Das war so nach 2:05 Stunden. Ein Ehepaar gab mir Wasser und beruhigte mich. Ich musste weinen, weil mir nur ein Kilometer fehlte und ich einfach nicht mehr konnte. Ich brauchte fast 10 Minuten, bis ich mich wieder gefangen hatte und beschloss weiter zu gehen. Wenn ich nicht mehr laufen kann, so gehe ich ins Ziel und beende diesen Lauf. Inger war mit dabei und stand an der Strecke, an verschiedensten Punkten und feuerte mich an. Ich wusste, dass sie im Ziel auf mich wartete. Als ich merkte, dass ich nach der nächsten Kurve nur noch Bergab laufen würde, trabte ich langsam los. Nach 2:22:15 h kam ich ins Ziel, als 70. von 71 Männern. Als 8. von 8 in meiner damaligen Altersklasse M20. Im Ziel setze ich mich. Ich zitterte am ganzen Körper und war völlig erschöpft. An diesem Tag hatte ich 50% von meinem Ziel erreicht. Ich war einen Halbmarathon gelaufen. Aber eben wegen dieser Erschöpfung konnte ich mir absolut nicht vorstellen einen ganzen Marathon zu laufen. Aber um bis hier hin zu kommen, hatte ich schon einige verrückte Entscheidungen getroffen und nun auch etwas volles Verrücktes getan. Okay, es war auch völlig bescheuert, das möchte ich nicht kleinreden.

November 2008
Kalle stellte mir Dirk vor. Er sollte mein neuer Trainer werden und Dirk ist es noch heute. Dirk wurde der Trainer für die Langlaufabteilung, die in diesem Moment gegründet wurde. Dirk war ein Hermannsläufer und ich spielte auch mit dem Gedanken den Hermannslauf zu bestreiten. Er sollte im April 2009 sein und war 31,1 km lang und sehr berglastig. Ich fand dies ein gutes Zwischenziel auf dem Weg zum Marathon. Wir stiegen sofort ins Bergtraining ein und ich dachte ich sterbe. Wieder einmal lernte ich meine Grenzen kennen, denn Berge hochlaufen war etwas ganz anderes, als flach zu laufen. Florian und sein Bruder Sebastian schlossen sich uns an. Florian war schon Marathonläufer und plante seinen nächsten Marathon und Sebastian wollte bald auch einen ersten Marathon laufen. Und so planten wir nicht nur einen Hermannslauf, sondern auch einen Marathon zusammen. Dies gab mir nochmals einen enormen Push, mein Ziel zu erreichen. Es war der Moment, wo ich das erste Mal überhaupt nicht mehr regelmäßig alleine lief, sondern in einem Team.
Mittlerweile wurde ich in meinem Bekanntenkreis, bzw. Freundeskreis nicht mehr belächelt. Ich trainierte eisern dreimal die Woche seit fast einem Jahr. Und so sollte es auch über den ganzen Winter gehen. Ich trainierte öfter über 20 und sogar über 25 km. Lief noch einen Volksläufe und dann kam der Tag meines ersten Hermannslaufes.

26. April 2009 – Hermannslauf
Ich war völlig geflasht von der Gewaltigkeit eines Hermannslaufes. 5500 Läufer wurden mit Bussen zum Start gefahren, da wir von Detmold nach Bielefeld zurück laufen mussten. 31,1 km sollten vor mir liegen. Ich startete im Block C. Im Block A starteten die schnellsten und in C die langsamsten Läufer. Aber es sollte passten, denn niemals zuvor bin ich über 30 km gelaufen. Das Maximum im Training waren 28 km. Und dann ging es für mich los. Lange lief es gut bis zum km 16 (seht ihr hier auch die Parallelität zum ersten Halbmarathon?), als ich beim Bergablaufen einen Schritt nicht halten konnte, und mein Knie durchgesackt ist. Sofort kamen höllische Schmerzen auf und ich konnte einen Moment lang nicht mehr laufen. Dazu gleich mehr. Ich lief danach trotzdem weiter und konnte irgendwann ab Km 20 nicht mehr wirklich laufen. Es wurde ein ständiges Wechseln zwischen gehen und laufen. Ab und zu tat mein Knie dann wieder weh, oder es kamen Krämpfe durch. Dieser erste Hermannslauf war eine pure Qual. Es zeichnete sich ab, dass der Marathon noch viel schlimmer werden würde. Aber ich absolvierte diesen Lauf mit 03:37:15 Sekunden. Ich hatte damit mein nächstes Ziel erreicht. Nun konnte ich schon zu drei Viertel einen Marathons laufen. Im Herbst sollte dann die Krönung folgen: Der Berlin Marathon 2009. Mein Ziel war greifbar nah, auch wenn es viele Schmerzen und viel Qual bedeutete.

Mai 2009
Die Knieschmerzen waren nach dem Hermannslauf höllisch. Ich konnte kaum noch laufen, geschweige denn trainieren. Das Fazit nach einem MRT war: Durch das Durchtreten und nicht den Schritt halten könnten, hatte sich mittlerweile eine Zyste gebildet. Ich konnte auf Wochen nur reduziert und eingeschränkt trainieren. Ich meldete mich trotzdem zum Marathon an, und trainierte nur locker (30 km insgesamt pro Woche) und sah zu, dass mein Knie wieder mitmachte.

August 2009
Nach einigen Monaten, im August, konnte ich wieder normal trainieren und zumindest für wenige Wochen auch 28 km Einheiten laufen. Doch ob das ausreichte? Mir war es ehrlich gesagt egal in welcher Zeit ich den Berlin Marathon finishen sollte. Mir war es nur wichtig, dass ich ihn beendete. Ich rechnete mir Zwischenzeiten aus für eine 4 Stunden und eine 6 Stunden Zielzeit aus. Ich wünschte mir natürlich, wie viele Marathonläufer, unter die magische 4 Stunden Grenze zu laufen, aber ich erwartete es nicht. Ich sah ja meine Zeiten vom Halbmarathon und vom Hermannslauf. Auch wenn ich ein verrückter Läufer bin, realistisch war ich trotzdem.

20. September 2009
Florian, Sebastian und ich fuhren nach Berlin. Sebastians Freundin und auch Inger kamen mit zum anfeuern. Dirk war erkrankt und musste seine Teilnahme kurzzeitig absagen.


Das war der Tag. Nach 20 Monaten und 20 Tagen Training von Null stand ich im Startblock für einen Marathon. Das hatte ich selbst nicht erwartet und mir niemals erträumt, dass ich so schnell einen Marathon laufen würde. Doch ich musste ihn ja nun noch beenden. Irgendwann ging es für mich los. Ich lief die ersten Kilometer mit Sebastian zusammen. Florian war auf Grund seiner schon bestehenden Leistungen vor uns einsortiert gewesen.
Nach der ersten Hälfte, also den ersten 21,0975 km hatte ich eine Zwischenzeit von 1:57 h auf der Uhr und lag damit gut in meinem Plan für eine 4 Stunden Zeit. Unglaublich! Es war auch fast eine halbe Stunde schneller als noch vor einem Jahr beim Gesund im Mund Halbmarathon.
Bei km 36 kam dann der Mann mit dem Hammer und ich war erschöpft und musste das Tempo ordentlich raus nehmen, doch ich ging nicht einmal, sondern lief durch, dass erste Mal überhaupt bei einem Wettkampf. Nach 4:08:22 h überlief ich das Ziel des Berlin Marathons und brach in Tränen aus. Ich hatte es geschafft, es mir selbst bewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wog ich nur noch 74 kg. Ich hatte 18 kg abgenommen. Ab dieser Sekunde klickte es in meinem Kopf: „Jetzt bin ich Marathonläufer. Und was nun? Ich möchte keine Bewegungsmangelerscheinungen mehr haben. Ich brauche ein neues Ziel, ein größeres. Eines das wirklich Jahre dauert, mich bindet und mir die Lauffreude erhält.“ Und wieder, in totaler Erschöpfung, wie am 01. Januar 2008 beschloss ich schwer hechelnd und nun auch weinend, etwas für mein Leben. Ich belaufe jeden Kontinent und optional jeden World Majors Lauf. Da Berlin zur World Majors Reihe gehört, fehlten nur noch vier Läufe: Bosten, London, Chicago und New York. 2012 trat noch der Tokyo Marathon den World Majors bei. Diese Entscheidung, die ich kurz hinter der Ziellinie traf hat mein Leben von Grund auf endgültig verändert.
Doch vorher musste ich zurück in mein Bett. Es war ein sehr harter und anstrengender Weg, denn ich war wirklich k.o.. Es gipfelte darin, dass ich duschte und ins Bett fiel und erst einmal ganze 13,5 Stunden geschlafen habe.

Heute, Dezember 2014
Seit diesem Tag trainierte ich mehr und zielgerichteter. Gesundheit steht höher als der Wille zum Trainieren. Der Grad an Verrücktheit musste weichen, da ich nun den Rest meines Lebens laufen möchte und wesentlich mehr auf mich achten muss. Laufen ist keine Qual mehr; es wandelte sich zu Lebensfreude. Ich habe sehr viele neue und interessante Menschen durch das Laufen kennen gelernt. Eine der wohl außergewöhnlichsten Personen ist Juliane, meine Marathonpartnerin und mittlerweile guten Freundin. Alleine, wie wir uns kennen gelernt haben, ist eine lustige Geschichte an sich und füllt einen eigenen Blogeintrag.
Seit meinem ersten Marathon sind noch einmal fünf Jahre vergangen und ich lief nun tatsächlich zehn Marathons. Ich lernte eine Gemeinschaft von Läufern kennen, die ich nicht mehr missen möchte. Es ist ein unglaubliches Gefühl auf einem großen internationalen Lauf zu sein und zu wissen, dass ich einen Lauf mit Menschen aus über 120 Nationen bestreitet darf. Oder wie sagte es ein Sprecher aus dem Spirit of the Marathon II Trailer „A marathon is the biggest, totally peaceful community activity in the history.”
Ich vergesse aber nicht, wie ich anfing, und vor allem warum. Ich habe schon sehr früh gelernt, dass ein Marathonläufer nie alleine ist. Oder wieso sonst stehen die Menschen an den Strecken und feuern die Leute an, teilweise mit ihren gebastelten Schildern? Ich vergesse nicht die Menschen, die mir über all die Jahre halt gaben, mich unterstützt und begleitet haben. Um besonders jene zu ehren, die sich unter besonderem Einsatz mich supportet haben, und meine aufrichtige Dankbarkeit zu zeigen, möchte ich sie nun hier nennen. Diese Liste deckt bei weitem nicht alle Unterstützer ab. Auch wenn sich bei einigen Personen die Lebenswege trennten, vergesse ich niemals ihre Unterstützung:

Berlin Marathon 2009: Inger, Dirk, Florian, Sebastian, Julia
Köln Marathon 2010: Isabell, Florian, Inger, Dirk
Hamburg Marathon 2011: Luisa, Inger, Dirk
Frankfurt Marathon 2011: Luisa, Inger, Julia, Dirk
Marburger Nachtmarathon 2012: Juliane, Inger, Dirk
New York Marathon 2012 (ausgefallen): Luisa, Juliane, Inger, Dirk
Berlin Marathon 2013: Juliane, Jil, Inger, Ute, Dirk
New York Marathon 2013: Juliane, Jil, Inger, Ute, Dirk, Julia, Karola
Biggesee Marathon 2014: Juliane, Ute, Dirk, Inger
München Marathon 2014: Juliane, Thorsten, Marina, Ariane, Susanne, Inger
Siebengebirgs Marathon 2014: Juliane, Inger, Ariane

Ich danke euch aus tiefsten Herzen. Aber ich möchte auch mich bei all den anderen Bedanken, die mich angefeuert haben, mir gratuliert haben oder interessiert waren.
Ohne all diese Erfahrungen, die auf so wenigen Entscheidungen beruhte, wäre ich heute ein anderer Mensch. Und damit schließt sich der Kreis: „I crossed the finish line and it changed my life forever.“
Daniel Katzberg
14.12.2014
21:30 Uhr (Erstfassung)

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